Westfälische Notarkammer
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Unterzeichnung von Schriftsätzen mit „Rechtsanwalt und Notar“ ist unzulässig



Aus gegebenem Anlass ist darauf hinzuweisen, dass die Unterzeichnung von Schriftsätzen mit den Berufsbezeichnungen „Rechtsanwalt und Notar“ unzulässig ist. Vielmehr ist im Rahmen der Wahrnehmung eines anwaltlichen Mandats auf die Beifügung der Amtsbezeichnung zu verzichten. Dies ergibt sich bereits aus Abschnitt I Nr. 3 der berufsrechtlichen Richtlinien der Westfälischen Notarkammer, wonach der Anwaltsnotar rechtzeitig gegenüber den Beteiligten klarzustellen hat, ob er als Rechtsanwalt oder als Notar tätig wird. Die Nutzung beider Berufsbezeichnungen bei der Unterzeichnung von Schriftsätzen führt häufig nicht zu der notwendigen Klarheit, sondern ganz im Gegenteil zu Unklarheiten. Gerade in der außergerichtlichen Wahrnehmung anwaltlicher Mandate bewirken diese Unklarheiten nicht selten, dass zwischen dem Berufsträger und seinem Mandanten Streit über die Anwendung des Berufsrechts und über die Anwendung des zutreffenden Gebührenrechts entsteht. Hinzu kommt, dass § 1 Abs. 2 AVNot ausdrücklich anordnet, dass Anwaltsnotarinnen und -notare in Ausübung ihres Amtes ausschließlich die Bezeichnung „Notarin“ oder „Notar“, in sonstigen Angelegenheiten die Bezeichnung „Rechtsanwältin“ oder „Rechtsanwalt“ führen.

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